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BWG zum Thema Altenwohn-/Pflegeheim
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BWG zum Thema Altenwohn-/Pflegeheim

Sinntal, den 17. September 2007

Antrag der SPD-Fraktion auf Einrichtung eines Altenwohn- und Pflegeheimes


Der heutige Antrag der SPD-Fraktion auf Einrichtung eines Altenwohn- und Pflegeheimes in der Gemeinde Sinntal greift auf eine bereits vor Jahren gestartete BWG - Aktion zurück.

Bereits 1998
zog die BWG-Fraktion die Reißleine, als durch einen Pressebericht bekannt wurde, dass der damalige SPD-Bürgermeister der Gemeinde Sinntal die unserer Gemeinde zustehenden Heimplätze ohne Information der gemeindlichen Gremien an die Stadt Schlüchtern abgegeben hatte. Dieses Vorhaben wurde durch die BWG-Initiative gestoppt.

2001 folgte der nächste wichtige Schritt. Altbürgermeister Johann Heberling konnte in schwierigen und kontroversen Gesprächen mit dem Sozialministerium 42 Heimplätze dauerhaft für Sinntal sichern. Wenn wir also heute die Voraussetzungen für ein eigenes Pflegeheim in der Sinntaler Gemarkung besprechen, so wurden die Weichen hierfür bereits seit 1998 durch die BWG-Fraktion gestellt.

Nachdem öffentlich bekannt wurde, dass Sinntal wieder über 42 förderfähige Plätze verfügt, interessierten sich eine einheimische und eine auswärtige Bauherrengruppe für die Geschäftsidee Altenwohn- und Pflegeheim. Das Projekt sollte 70 Heimplätze umfassen und über 6 Millionen € kosten. Es ist daran gescheitert, weil der Investorengruppe letztendlich 1,5 Millionen € fehlten. Dem Vorschlag, zunächst kleiner zu bauen und die Erweiterung optional vorzusehen, wurde leider nicht gefolgt.

Sollte sich jetzt eine Lösung für einen Investor und Betreiber finden, so sind der BWG-Fraktion die folgenden menschlichen Kriterien sehr wichtig:

Wir möchten, dass sich die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in neuer Umgebung gut aufgehoben fühlen. Auch bei Verschlechterung ihres Gesundheitszustands tragen die Pflegekräfte verantwortungsbewusst Sorge dafür, dass sie weiterhin bestens betreut und versorgt werden.

Das bedeutet: Ein maßgeschneidertes Betreuungskonzept, das zu einem angemessenen Preis - Leistungsverhältnis der Würde der älteren Menschen größtmöglichen Freiraum lässt. Wohnen ist keine anonyme Angelegenheit, sondern ein hohes Gut. Wohlbefinden und Lebensfreude werden maßgeblich durch die Wohnung und das Wohnumfeld bestimmt.

Die BWG - Fraktion stimmt dem Beschlussvorschlag der SPD nur unter Vorbehalt zu. Sie erwartet eine Definition konkreter Anforderungen an den Betrieb, das Pflegekonzept und den Betreiber eines Alten- und Pflegezentrums in Sinntal. Darüber hinaus fehlen alle weiteren notwendigen Eckpunkte, er enthält


- kein Vorschlag zum Investitions- und Platzvolumen, zur geografischen Lage
- keine Vorgaben zur Finanzierung und keine Ideen zum Pflegekonzept.

Über was soll eigentlich abgestimmt werden? In der vorliegenden Form handelt es sich nach unserer Auffassung um einen reinen Schaufensterantrag, oder hat die SPD-Fraktion schon weitere Informationen, welche sie den Bürgern vorenthält?

Die komplette Stellungnahme der BWG-Fraktion durch unsere Kollegin Brigitte Hartmann ist für interessierte Bürgerinnen und Bürger bei Brigitte Hartmann, bzw. dem Fraktionsvorsitzenden Hans Gibietz erhältlich.